Erste Fußballspuren gggg



Auch für den Fußballsport gab es in Burgeis nicht weni­ge Begeisterte. Bereits in den 50er Jahren wurde mit den Begegnungen „Jung gegen Alt" dem runden Le­der nachgerannt. Gespielt wurde am Sonntag in der „Gruab" und die Fußballer wurden von der Dorfbevöl­kerung euphorisch angefeuert.

Die guten Beziehungen zur Landwirtschaftlichen Win­terschule „Fürstenburg" fanden auch im Sport seinen Niederschlag. Die Spiele „Fürstenburger" Schüler ge­gen die Burgeiser wurden bald zur Tradition.

Auch die „Marienberger" Klosterschüler fanden in der Burgeiser Mannschaft einen ernst zu nehmenden Gegner. Dabei wurde oft auch der Widumanger als Fußballfeld hergenommen. Aus diesen Spielen kris­tallisierten sich Talente heraus, welche zu Nachbars- vereine wechselten, um bei organisierten Meister­schaften mitzuspielen. Zeitungsberichte der Tages­zeitung „Dolomiten" vom Jahre 1960 sprechen von lebhaftem Fußballbetrieb im Obervinschgau.

Besonders die freundschaftlichen Begegnungen der „großen" Burgeiser gegen die „kteinen" des FC Prad waren voller Emotionen. Kurt Theiner war damals der herausragende Spieler, der später mit seinem fußbal­terischen Können mehrere Vinschger Mannschaften verstärkte. Er wurde zum Vorbild der Fußballjugend und konnte einige Jugendliche aus Burgeis für diesen Mannschaftssport gewinnen.

Die Fußballbegeisterung im Dorf führte dazu, dass man den Bau eines eigenen Sportplatzes in der Nähe der Fürstenburg plante.

Jedoch die Ablehnung des Standortes durch das Denk­malamt verzögerte dieses Vorhaben um einige Jahre.

© 2019 asv-burgeis

Burgeiser Fußballer im Jahr 1956v.l. Luis Fabi, Oskar Thöni, Hubert Fabi, Verstärkung aus Goldrain, Hermann Fabi, Konrad Piffrader, Josef Peer (Hias Peer), Kurt Theiner, Oswald Strahl

© 2019 asv-burgeis

Mannschaftsfoto „Jung gegen alt" im Jahr 1961

v.l. alt: Alfred Theiner, Josef Telser, Hubert Fabi, Hermann Fabi, Aushilft, Albert Telser, Karl Thöni, Anton Kuenrath, vorne Gebhard Strobl

jung: Josef Peer, Martin Noggler, Robert Bernhard, Herbert Telser, Hans Strobl, Leo Zwick, Hermann Brand, Albert Bernhart, Oswald Strobl